Chemieunfall vertuscht-viele Kinder starben an Leukämie

Ich wuchs auf in Chemnitz, in der DDR. Im Jahr 1972 , da war ich 2 Jahre alt, erkrankte ich an akuter leukämie. Mußte 3 Monate im Krankenhaus bleiben, Bestrahlung, Chemotherapie, 3 Jahre lang . Statt zu spielen und unbeschwert zu sein kannte ich nur Krankenhäuser, Schmerzen, Medikamente.
Jahrelang stellte ich Fragen was denn los ist, ich wurde 16 Jahre lang belogen von Ärzten und Familie.

Erst nach der weende bekam ich Unterlagen über die Behandlung.

Im Jahr 1992 las ich in der Zeitung das damals ein Chemieunfall gab im Nachbarort, der vertuscht wurde von höchster Stelle, mehr als 200 Kinder erkrankten an Leukämie, viele starben.
Als ich das las bekam ich keine Luft mehr.

Jahrelang versuchte ich Gerechtigkeit zu bekommen, schrieb an Behörden-bekam die Antwort das es Sie nicht interessiert-da fragte ich ob die den Eltern deren Kinder starben auch sagen das es Sie nicht interessiert.
Sogar Herrn Gauck schrieb ich, er antwortete gar nicht.

Betrogen um meine Kindheit und Jugend, mein größter Traum Kinder zu bekommen zerstört. Traumatisiert, habe heute noch Alpträume. Die die darüber wissen schweigen. Niemand half mir mit der Angst klarzukommen das der Krebs wiederkommen kann.
Als ich die Wahrheit erfuhr und zusammenbrach stopfte man mich mit Psychopharmaka voll, damit ich ja ruhig bin.

Ich habe überlebt , aber mit gravierenden Nebenwirkungen und Spätfolgen die diese Behandlung hat ist das ein Leben voller Schmerzen und Angst.

Ich denke immer an die Kinder die damals gestorben sind.

Leider gibt es auch in diesem Land keine Gerechtigkeit.

19.7.15 14:57

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